Die frustrierende Nachricht erreichte Hans-Jürgen Bäumer, Verantwortlicher für den Spielbetrieb im deutschen Rollstuhlbasketball, am Dienstagabend. Für die Roller Bulls aus Ostbelgien, die seit vielen Jahren in den deutschen Ligen mitspielen und in der vergangenen Saison in die RBBL 2 abgestiegen waren, sind die Kosten zur Teilnahme am Spielbetrieb nicht mehr zu leisten.

Bäumer war in den letzten Wochen ständig im Austausch mit den Roller Bulls, um alle Möglichkeiten einer verbandsseitigen Unterstützung zu erörtern – leider vergebens. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie konnten nun auch viele Sponsoren ihr Engagement nicht aufrecht erhalten.

„Mir tut dieser Rückzug besonders weh, da ich selber die Roller Bulls als Team und Menschen schätzen gelernt habe“, sagte Bäumer. Ähnlich bestürzt dürfte die Nachricht bei anderen Vereinen sowie bei Fans und den Schiedsrichtern aufgenommen werden: “In St. Vith spielen, anfeuern oder pfeifen zu dürfen ist stets ein schönes Erlebnis gewesen.”

In einem persönlichem Gespräch mit dem Abteilungsleiter Edgard Boemer wünschte Bäumer allen Spielern und Verantwortlichen der Roller Bulls alles Gute. Einige Spieler werden sich anderen Vereinen in Belgien anschließen, um dort weiterhin Rollstuhlbasketball spielen zu können. 

In der Hoffnung auf ein Wiedersehen bedankt sich der Rollstuhlbasketball in Deutschland bei den Roller Bulls Ostbelgien für den großartigen Sport, die fairen Begegnungen sowie die unvergesslichen Momente.