Sehr geehrte Damen und Herren,

wir alle stellen uns dieser Tage die Frage nach den Auswirkungen des Coronavirus auf unseren privaten Alltag, aber auch auf unsere sportlichen Funktionen, in denen wir verantwortungsbewusst und gleichzeitig besonnen agieren und entscheiden wollen.

Für Deutschland wird die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung durch das Robert-Koch-Institut aktuell als mäßig eingeschätzt. Uns allen sollte jedoch bewusst sein, dass wir es im Sport für Menschen mit Behinderung mit einer besonderen Risikogruppe zu tun haben. Unsere Sportler*innen und weitere Personengruppen in den Hallen und im Umfeld unseres Sports gehören aufgrund Ihrer körperlichen Behinderungen und / oder chronischen Erkrankungen, die teilweise mit den Behinderungen einhergehen, zu einer gesundheitlich erhöht gefährdeten Gruppierung. Wir sollten den aktuellen Entwicklungen mit einer gesteigerten Sorgfaltspflicht begegnen und die tagtäglichen Veränderungen mit großer Aufmerksamkeit beobachten.

Wir vertrauen auf die Maßnahmen, die seitens der Bundesregierung sowie der regionalen und lokalen Behörden ergriffen worden sind. Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband steht im ständigen Austausch mit den zuständigen politischen sowie gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen, um lösungsorientierte Informationen anbieten zu können. Im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen derzeit die Auswirkungen auf unseren Wettkampf-und Trainingsbetrieb. Wir sind an dieser Stelle auf die Einschätzung übergeordneter Stellen angewiesen, die wir proaktiv erbeten haben.

Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir uns nicht veranlasst, Veränderungen oder Verschiebungen bei Wettkämpfen oder Terminansetzungen vorzunehmen. Wir empfehlen jedoch, in Abstimmung mit den vor Ort zuständigen Behörden sowie mit allen verantwortlichen Entscheidungsträger*innen in den Vereinsstrukturen, zu prüfen, ob Zusammentreffen größerer Menschenmengen verhindert werden sollten. Dies kann beispielsweise der Ausschluss von Zuschauer*innen bei Spieltagen in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga sein. Ausrichtendenden Vereinen empfehlen wir, frühzeitig und proaktiv Kontakt zu den Behörden zu suchen, wenn Veranstaltungen durchgeführt werden. Das jeweilig zuständige Gesundheitsamt findet man hier: https://tools.rki.de/PLZTool/Empfehlungen:

Wie bei einer normalen Grippe und Atemwegsinfektionen schützen Husten-und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten:

  • Kontakt mit erkrankten Menschen zu meiden.
  • Häufiges und gründliches Händewaschenmit Seife. Gründliches Händewaschen und Einseifen dauert 20 bis 30 Sekunden. Anschließend sorgfältig abtrocknen – auch in den Zwischenräumen. Zu Hause sollten alle ein persönliches Handtuch benutzen.
  • Beim Husten/Niesen Mund und Nase mit einem Tuch bedecken oder in die Armbeuge husten/niesen.
  • Kein Händeschütteln.
  • Grundsätzlich nicht mit ungewaschenen Händen Mund, Nase oder Augen berühren.
  • Massenveranstaltungen meiden.
  • Reisen in Risikogebiete vermeiden.
  • Das Tragen von Schutzmasken hat keinen nachweislichen Mehrwert.
  • Für Verbände oder Vereine, die Sportveranstaltungen in nächster Zeit mit internationaler Beteiligung ausrichten wollen, empfiehlt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Landkreises.

Auf den folgenden Seiten finden sich weitere Informationsquellen zur Thematik: