Die wohl spannendste und ereignisreichste Phase in der RBBL Saison steht kurz bevor: Die Playoffs um die deutsche Meisterschaft. Während der Erst- und Zweitplatzierte nach der Hauptrunde, die RSB Thuringia Bulls und der RSV Lahn Dill, bereits fix für das Halbfinale qualifiziert sind, werden in den bevorstehenden Viertelfinalpartien ihre Gegner erst ermittelt.

Im bekannten Best of Three Modus treffen dabei der Drittplatzierte und der Sechstplatzierte der Hauptrunde sowie der Viert- und Fünftplatzierte in jeweils einem Hinspiel und mindestens einem Rückspiel aufeinander. In diesem Jahr kommt es dabei zum Duell zwischen den Füchsen von Hannover United, welche mit Platz 3 ihre erfolgreichste Hauptrundenplatzierung in der Vereinsgeschichte feiern, mit den BG Baskets aus Hamburg. Beide Teams konnten sich bereits am vergangenen Wochenende beim Pokal Final Four warm rollen für den nächsten bevorstehenden Showdown. Die beiden Duelle in der Hauptrunde gingen mit 1:1 Unentschieden aus. Konnten sich die Rollis aus Hamburg im Hinspiel noch knapp mit 78:76 durchsetzen, mussten sie sich im Rückspiel mit 64:80 gegen Hannover geschlagen geben.

In der zweiten Viertelfinal-Paarung stehen sich die Viertplatzierten Baskets 96 aus Rahden sowie die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden gegenüber, welche die Hauptrunde auf Platz fünf beschlossen hatten. Sowohl im Hin- als auch im Rückspiel der Saison konnten sich die Baskets aus Rahden jeweils deutlich mit 72:60 und 75:58 gegen die Rhinos aus Wiesbaden durchsetzen. Daher rollen sie auch im dritten Aufeinandertreffen im Rahmen des Playoff Viertelfinals als Favorit auf das Parkett. Doch in den Playoffs ist bekanntlich alles möglich. Die Fans und Zuschauer in den Hallen dürfen sich also auf spannende und knappe Partien freuen. Da ist sich auch Jürgen Bäumer, Leiter der Kommission Spielbetrieb im Fachbereich Rollstuhlbasketball des DRS, sicher:

„Ich wünsche den beteiligten Teams im Viertelfinale und den Playdowns viel Erfolg. Bei den Viertelfinals erwarte ich spannende Begegnungen, die sehr wahrscheinlich auch erst nach drei Spielen entschieden werden. Alle Teams waren nach der Hauptrunde so eng beisammen, dass der Ausgang völlig offen ist.“

Neben dem Kampf um die deutsche Meisterschaft geht es in den Playdowns parallel aber auch um die Entscheidung auf den Abstiegsrängen. Die Mannschaften auf den Plätzen 7-10 spielen im Modus jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel um den Klassenerhalt. Die Ergebnisse aus den Aufeinandertreffen in der Hauptrunde fließen dabei in die Entscheidung mit ein. Die beiden Letztplatzierten müssen am Ende den Gang in die zweite Liga antreten.

In diesem Jahr fällt die Entscheidung zwischen den Doneck Dolphins aus Trier, den RBB München Iguanas, den Roller Bulls aus St. Vith sowie den BSC Rollers aus Zwickau. Mit 16 Punkten und Platz 7 nach der Hauptrunde dürften die Doneck Dolphins aus Trier die Nase im Rennen um den Klassenerhalt leicht vorne haben. Mit 8 Punkten und Platz 8 gelten die Leguane aus München als zweiter Anwärter auf den begehrten Klassenerhalt. Die Bulls aus Belgien sowie die Rollers aus Zwickau bilden mit jeweils 4 Punkten das Schlusslicht der Tabelle und dürften auch mit Blick auf die Ergebnisse aus der Hauptrunde nicht die Favoritenrolle inne haben. Aber auch hier könnte es in den direkten Duellen noch die ein oder andere Überraschung geben.

Besonders vorbildlich: Um zusätzliche Reiseaufwände zu vermeiden und einen Beitrag zum ökologischen Fußabdruck zu leisten, werden die Dolphins aus Trier und die Roller Bulls aus St. Vith am kommenden Wochenenden jeweils einen Doppelspieltag ausrichten. Durch die nur 85 km voneinander entfernten Spielorte treten die Leguane aus München sowie die Rollers aus Zwickau damit eine Reise zu zwei Spielen an.

Alle Infos zu den Spielplänen und Zeiten können auf https://www.rbbl.de/de/ nachgelesen werden.

Wer die Entscheidungen nicht live vor Ort mitverfolgen kann, kann via Livestream auf https://sportdeutschland.tv/rollstuhlbasketball mitfiebern.