Die Top-Teams der RBBL spielen auch im DRS-Pokalfinale gegeneinander. Am Sonntag um 14 Uhr treffen im 36. Pokalendspiel der RSV Lahn-Dill und die RSB Thuringia Bulls aufeinander: Der Rekordpokalsieger fordert in der United Arena in Hannover den aktuellen Titelträger. Der RSV schlug im Halbfinale am Samstag die BG Baskets Hamburg mit 75:57. Die Thuringia Bulls gewannen gegen Hannover United 84:62 und feierten ihren 59. Pflichtspielerfolg in Serie.

Dabei waren die Gastgeber vor 480 Zuschauern ambitioniert in die Partie gegangen. Sich nicht überrollen lassen, hieß die Devise des Teams von Martin Kluck. Bis zum 20:21 in der 14. Minute funktionierte das auch ganz gut. Dann schalteten die Elxlebener einen Gang hoch, Matt Scott mit 22 und Alex Halouski mit 20 Punkten waren die besten Scorer des Triple-Siegers von 2019. Bulls-Trainer Michael Engel freute sich über den Erfolg: “Gegen den Gastgeber zu spielen, ist immer schön. Es war ein intensives Spiel und ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Ich bin gespannt, wer morgen im ewig jungen Duell gegen Lahn-Dill den besseren Tag erwischt.”

Martin Kluck, dessen bester Scorer Joe Bestwick mit 30 Punkten war, sagte: “Irgendwann wollen wir solche Spiele gewinnen, aber nicht heute. Wie Thüringen mit Druck umgeht, davon können wir viel lernen.”

RSB Thuringia Bulls: Matt Scott (22 Punkte), Aliaksandr Halouski (20), Vahid Gholamzazad (12), Jens Eike Albrecht (11), Jake Williams (10), Karlis Podnieks (7), André Bienek (2), Jitske Visser, Teemu Partanen.

Hannover United: Joe Bestwick (30 Punkte), Christoph Lübrecht, Mariska Beijer (je 8), Jan Haller, Jan Sadler (je 7), Vanessa Erskine (2), Oliver Jantz, Tobias Hell, Alexander Budde.

Im ersten Halbfinale hatte Rekordpokalsieger RSV Lahn-Dill beim 75:57 mit den BG Baskets Hamburg mehr Mühe. Der Außenseiter aus Hamburg hielt lange Zeit gut mit und ging mit einem überschaubaren Rückstand von sechs Punkten in den Schlussabschnitt. Doch dort waren die Wetzlarer um die US-Amerikaner Michael Paye und Brian Bell, die je 20 Punkte beisteuerten, präsenter: Innerhalb von dreieinhalb Minuten verdoppelte Lahn-Dill den Vorsprung. Davon erholten sich die Baskets, bei denen Reo Fujimoto mit 16 Punkten bester Werfer war, nicht mehr. 

“Hamburg hat uns das Leben vor allem in der ersten Halbzeit sehr schwer gemacht. Wir haben es in dieser Phase nicht richtig geschafft ins Spiel zu finden, was uns erst nach dem Seitenwechsel zunehmend besser gelungen ist“, sagte RSV-Cheftrainerin Janet McLachlan.

RSV Lahn-Dill: Michael Paye, Brian Bell (je 20 Punkte), Michael Auprince (10), Dominik Mosler, Thomas Böhme (je 9), Simon Brown (5), Christoph Huber (2), Annabel Breuer, Kai Möller, Mark Beissert, Marian Kind, Peyman Mizan. 

BG Baskets Hamburg: Reo Fujimoto (16 Punkte), Marcin Balcerowski (15), Mojtaba Kamali (10), Martin Steinhardt (8), Mareike Miller, Anne Patzwald (je 4), Alireza Ahmadi, Saman Balaghi.

Fotos: Lobback/Bonacker