Erstmals in der Vereinsgeschichte haben die RSB Thuringia Bulls den höchsten europäischen Thron erklommen und am gestrigen Samstag Abend das Finale der Champions League gewonnen. Gegen den hochkarätig besetzten Titelverteidiger CD Ilunion Madrid lieferte das Team aus Elxleben über vier Viertel hinweg eine souveräne und hochklassige Vorstellung ab und belohnte sich mit dem 74:39 (19:10/35:25/57:29) Erfolg verdient mit dem Pokal. Der zweite deutsche Vertreter beim Final Four der europäischen Königsklasse, der RSV Lahn Dill, musste sich hingegen zweimal geschlagen geben und schließlich mit dem vierten Platz begnügen.

Den Grundstein für den Finalerfolg legte das Team von Headcoach Michael Engel bereits am Freitag Abend mit dem Halbfinaltriumph im deutschen Classico gegen den Ligakontrahenten aus Wetzlar. Bereits hier agierten die Bulls mit jeder Menge Selbstvertrauen und Sicherheit und ließen von Beginn der Partie an keinen Zweifel am späteren 85:47 (18:12/45:22/69:33) Erfolg und dem damit verbundenen Einzug ins Finale aufkommen. Die Rollis von der Lahn erwischten hingegen einen Rabenschwarzen Tag und schafften es nicht, das Spiel wie von vielen erhofft auf Augenhöhe zu gestalten. Somit sollte es am Samstag dann für den RSB im Finale um 19.30 Uhr gegen das Star-Ensemble aus Madrid und für den RSV im Spiel um Platz drei gegen das italienische Topteam Briantea ´84 Cantu gehen.

Zwar zeigte der RSV Lahn Dill gegen Cantu ein ganz anderes Gesicht und gestaltete das Spiel über weite Strecken hinweg offen. Jedoch leitete ein schwaches drittes Viertel nach dem Seitenwechsel dann am Ende die zweite Niederlage des Final Four 2018 ein. Mit 72:64 (20:18/37:36/62:48) musste man sich am Ende leider geschlagen geben.
Für die RSB Thuringia Bulls lief es hingegen im Finale wie am Schnürchen. Ab Minute eins der Finalpartie kaufte man dem spanischen Topclub aus Madrid eindrucksvoll den Schneid ab und spielte mit jeder Menge Souveränität und einem überragendem Matt Scott den Titelverteidiger schwindlig. Zur Freude der mitgereisten Fans und des deutschen Rollstuhlbasketball krönt sich damit nach 2015 wieder eine deutsche Mannschaft verdient mit dem Titel der IWBF Champions League.

Der DRS Fachbereich Rollstuhlbasketball sendet einen herzlichen Glückwunsch an die RSB Thuringia Bulls und bedankt sich auch beim RSV Lahn Dill für eine starke Saison und Rollstuhlbasketball auf höchstem Niveau.

Foto: Uli Gasper