Was passiert, wenn eine Damen-Nationalspielerin, 5 Ligaspielerinnen, 7 Rollstulbasketball-Rookies auf 3 Trainer und Invader-Spezialist Philipp Vogel von Otto Bock in einer Hamburger Sporthalle aufeinander treffen? Dann herrscht dort Spaß pur. Bei der ersten Ladies-Challenge in der Hansestadt kamen am 30. April letztlich alle auf ihre Kosten.

Ausrichter dieses Events waren der BRSV Hamburg und der HSV-Rollstuhlsport, die sich als gute Gastgeber erwiesen. Denn beim abschließenden Pizzaessen, dass „zünftig“ auf Tischtennisplatten stattfand, hörte man nur positive Stimmen. Einige der Anfängerinnen hatten auch nach fünf Stunden Training und Spielen immer noch nicht genug vom Rollstuhlbasketball. Hamburgs Landestrainer Bernd Eickemeyer und die Coaches Sven Kidon und Denny Ertel von der BG Hamburg-West vermittelten anfangs ausgiebig Basistechniken im Umgang mit Stuhl und Ball. Dabei waren sie angetan vom Wissensdurst der Teilnehmerinnen und von den sich schnell einstellenden Lernerfolgen, die sie im abschließenden 3 gegen 3-Turnier erfolgreich anwendeten.

Nach knapp zwei Stunden endete die Trainingssession und Nationalspielerin Maya Lindholm zog die Aufmerksamkeit der jungen Damen auf sich. Die Paralympicssiegerin von 2012 und Europameisterin von 2015 berichtete von ihrer sportlichen Karriere und gab Einblicke in ihren beruflichen und privaten Werdegang. Als Maya sich an ihr Leben vor der Behinderung erinnerte und sich als bewegungsfaulen „Couchpotato“ bezeichnete, staunten die Teilnehmerinnen nicht schlecht über die Wandlung der 25-Jährigen. Auch wenn freie Zeit im Hinblick auf die Vorbereitung für die Spiele in Rio bei der Hamburgerin bereits jetzt ein knappes Gut ist, ließ sie es sich nicht nehmen beim abschließenden Turnier mitzuspielen.